Wie man Strom sparen kann


Um Strom sparen zu können, muss man eigentlich nur einige kleine Dinge umsetzen und einen Sprung über den Schatten seiner eigenen Bequemlichkeit wagen.

Beleuchtung und Geräte

Die größten heimlichen Stromfresser sind die Geräte, die ständig im Standby- Modus bleiben, weil sie entweder keinen ON- OFF- Schalter besitzen oder dieser an einer schwer zugänglichen Stelle angebracht ist. Dort schaffen schaltbare Steckdosenleisten Abhilfe. Damit kann man gleich mehrere Geräte mit einem Klick komplett vom Netz trennen. Nun mag der eine oder andere Leser fragen, was das soll. Die Geräte ziehen doch kaum Leistung. Hoppla Herr Zweifler oder Frau Zweiflerin, das ist ein Trugschluss. Es ist die Summe der Geräte, die sich hier in der Stromrechnung bemerkbar macht. In Fachkreisen geht man davon aus, dass sich damit im durchschnittlichen deutschen Haushalt bis zu achtzig Euro pro Jahr bei den Stromkosten einsparen lassen.

Viele Menschen achten auch nicht darauf, dass sie das Licht hinter sich ausschalten, wenn sie einen Raum verlassen. Sehr beliebt ist es auch, in der Küche oder im Flur eine Lampe anzulassen, wenn man im Wohnzimmer vor dem Fernseher hockt. Auch dort gibt es ein großes Sparpotential. Damit man nicht im Dunkeln zur Toilette gehen muss, kann man sich dort einen Bewegungsmelder einbauen, der das Licht kurzzeitig einschaltet. Dieser Zeitraum sollte möglichst kurz gefasst werden. Das gilt übrigens auch für die Treppenhäuser. Hier geht oft das Licht auf mehreren Etagen an, wenn auf den Schalter gedrückt wird. Auch hier kann man mit Bewegungsmeldern Abhilfe schaffen und das Licht nur auf den Etagen und Absätzen zuschalten, auf denen gerade jemand läuft. So kann man bei einem Fünf- oder Mehrgeschosser teilweise mehr als die Hälfte der darauf entfallenden Stromkosten sparen.

Der neueste Trend geht in Richtung Stromsparlampen. Hier hat gleich der europäische Gesetzgeber Nägel mit Köpfen gemacht und zieht die normalen Glühlampen aus dem Verkehr. Allerdings haben vor allem ältere Modelle bei den Stromsparlampen einen entscheidenden Nachteil. Sie benötigen einige Zeit, bis sie ihre volle Leuchtkraft entfalten, so dass ihr Einsatz in Räumen, die nur kurzzeitig beleuchtet werden müssen, äußerst zweifelhaft ist. Hier sollte man auf die Stromsparlampen der neuesten Generation zugreifen, die dieses Defizit nicht mehr haben.

Kochen und Küche

In der Küche hat man nicht nur beim Licht die Möglichkeit zum Strom sparen. Auch beim Kochen kann man locker auf so einige Kilowattstunden verzichten, ohne beim Essen auf etwas verzichten zu müsse.

Das geht schon los, wenn man sich die Kochzeiten auf dem Herd und in der Mikrowelle anschaut. In der Mikrowelle werden die Kochzeiten in vielen Fällen stark verkürzt, ohne dass man für die Zeit der Erhitzung des Essens mehr Energie aufwenden müsste, als wenn es die gleiche Zeit auf einer Herdplatte stehen würde.

Dafür hat die Herdplatte einen anderen Vorteil beim Strom sparen. Wenn man seine Töpfe gut aufeinander abstimmt, kann man in Etagen kochen, ähnlich wie es die älteren Campingfreunde zu Zeiten des Benzinkochers getan haben. Dabei kann man zum Beispiel die nach oben steigende Wärme des Fleischtopfes nutzen, um die Nudeln oder den Reis zu garen, nachdem man sich kurz hat aufkochen lassen. Auf diese Weise kann man bei einer dreiköpfigen Familie bis zu hundert Kilowattstunden pro Jahr sparen.

Weiter geht es mit dem warmen Wasser zum Geschirr spülen. Dafür kann man die Restwärme der Kochplatten beim Elektroherd nutzen. Auch ist es in den meisten Fällen energiewirtschaftlich effektiver, wenn man den Warmwasserkocher nimmt, anstatt den Hahn aufzudrehen und dort zig Liter Wasser durchlaufen zu lassen, ehe der erste Tropfen heißes Wasser im Spülbecken ankommt. Das spart nicht nur Stromkosten, sondern auch gleich noch Wasser, was heutzutage ebenfalls immer teurer wird.

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